Dienstag, 5. April 2016

[Rezi] "Aus dem Verborgenen" (Melisa Schwermer)

erschienen am 27.03.2016
bei CreateSpace Independent Publishing Platform
Taschenbuch, 280 Seiten
9,99 EUR
ISBN: 9781530769421
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Inhalt:

Elsa zieht nach der Trennung von ihrem Freund aus Hamburg nach Frankfurt, um mit etwas örtlicher Distanz ein neues Leben zu beginnen. Gleich nach ihrem Einzug in ihre neue Wohnung häufen sich seltsame Begebenheiten: Nicht nur, dass ständig Männer an ihrer Tür klingeln, auch Gregor, ihr Nachbar, rückt ihr ungewöhnlich nah auf die Pelle…

Meine Eindrücke:

Als Melisa Schwermer mir von ihrem neuen Projekt erzählte, war ich gleich Feuer und Flamme…
Neugierig auf den Inhalt konnte ich es kaum erwarten, mein Vorab-Leseexemplar auf den Reader zu ziehen und loszulegen – immerhin gelang es ihr bisher mit jedem einzelnen Buch, mich zu überzeugen und zu fesseln.
Doch waren damit die Erwartungen entsprechend hoch gesteckt. Konnte sie diese erfüllen?
Ich mach es kurz: JA! Konnte sie! Und wie!
Ganz subtil schleicht sich das Grauen an, es jagte mir beim Lesen die Nackenhaare in die Höhe… Ganz besonders gemein: Ich wollte nur mal eben reinschnuppern, hatte es dann aber gleich zur Hälfte durch… Klar, dass ich das so nur schwer weglegen konnte.
Auch wenn es hier vergleichsweise wenige offensichtlich brutale Stellen zu lesen gab, hat sie es geschafft, mich ein weiteres Mal zu überzeugen – das Subtile wirkt verdammt gut…
Schwermer versteht es, die Protagonistin mit wenigen Worten so vorzustellen, dass man sich spontan mit ihr identifizieren kann und den Horror quasi am eigenen Leib miterlebt.
Besonders freut es mich, dass der treue Leser ihre Entwicklung beobachten kann, immer ausgefeilter wird der Ausdruck, immer durchdachter der Plot. Ich bin gespannt, wohin sie ihre Reise noch führen wird!
so schaut es in hell aus
Beim Cover gibt es eine kleine Besonderheit, die ich besonders interessant finde: Das oben abgebildete ist die Taschenbuch-Version - dunkel gehalten mit weißer und roter Schrift stellt es für meinen Geschmack direkt einen eyecatcher dar, nach dem ich im Buchregal auf jeden Fall greifen würde.
Wer sich nun aber lieber mit einem Kindle vergnügt, wird feststellen, dass das Cover dort heller gehalten ist. Eine sehr geniale Idee, da es auf dem Reader irgendwie besser kommt.

Fazit:

Wer auf viel Blut aus ist, könnte evtl. ein bisschen enttäuscht sein am Ende. Wer sich hingegen in den Albtraum der allein lebenden Frau einlassen kann, wird dem Horror nicht entgehen können! Ich selbst kann einmal mehr eine dicke Leseempfehlung aussprechen – möglichst dann, wenn ihr nicht am nächsten Morgen ganz früh aus den Federn müsst ;-)
Ein Dankeschön an Melisa Schwermer, die mir vorab ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat und mich einmal mehr von sich und ihrem Talent überzeugen konnte!