Sonntag, 21. Februar 2016

[Rezi] "Der Pfauenfedernmord" (Ulrike Busch)

erschienen am 01.12.2015
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Taschenbuch, 278 Seiten
9,99 EUR
ISBN: 9781503954588
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Inhalt:

Jahr für Jahr treffen sich der Schönheitschirurg Dr. Claus Wiederkehr nebst seiner Gattin Valerie Wunderlich-Wiederkehr mit den schon lange befreundeten Ehepaaren Bitterstein und Geier – in diesem Jahr bereits zum 25. Mal, was zugleich der Anzahl der Ehejahre der Wiederkehrs entspricht.
Doch gibt es dieses Mal eine böse Überraschung: Vier Tage nach den Feierlichkeiten wird die Leiche einer Frau aufgefunden, die offenbar dem Freundeskreis angehörte. Schnell ist klar, dass ein Unfall oder gar Selbstmord ausgeschlossen werden können – doch wer hat hier gemordet? Und aus welchen Beweggründen?

Meine Eindrücke:

Der Autorin Ulrike Busch ist mit „Pfauenfedernmord“ ein guter, unblutiger Krimi gelungen.
Ein Widerspruch in sich? Nein, überhaupt nicht! Sie beweist, dass es nicht unbedingt der vermeintlich  „klassischen“ Elemente bedarf, um einen Krimi lesenswert zu machen.
Zunächst muss ich die gelungenen Charaktere loben: Schon die Namensgebungen könnten passender kaum gestaltet sein – herrlich! Dass die Autorin jedem der Paare zu Beginn Platz einräumt, um sich dem Leser vorzustellen, finde ich super, denn dank ihrer spitzfindigen Beschreibungen hat man gleich ein Bild vor Augen und bringt so die Charaktere im Laufe der Seiten nicht durcheinander.
Im Laufe der Kapitel wird ein kleines Verwirrspiel für die Ermittler und den Leser gestartet, so dass man immer wieder neue Verdächtige in Augenschein nehmen muss. Dabei kommen auch scheinbare Außenseiter mit ins Spiel, so dass man doch immer wieder seine eigene Meinung revidieren darf und die Spannung nicht auf der Strecke bleibt. Neben dem Mord an sich gibt es noch die eine oder andere Begebenheit, die zum miträtseln einlädt. Wunderbar!
Ganz besonders hat mir die sprachliche Gestaltung gefallen, die diesem Wohlfühlkrimi ihren ganz besonderen Charme verleiht. Man bekommt direkt Lust, gleich das nächste Werk von Ulrike Busch zu holen und sofort weiterzulesen!
Was hier jedoch für meinen Geschmack ein wenig untergegangen ist: der Lokalkolorit.
Das Cover ist schon unheilschwanger gestaltet und führt den Leser gleich an die stürmische See, doch hat für mich stellenweise diesbezüglich das letzte Quäntchen zum Glück gefehlt. Gerade mit dieser Lokation kann man herrlich spielen und alle Sinneseindrücke mit einbeziehen. Hier hätte ein bisschen mehr kommen können. Aber das ist „jammern auf hohem Niveau“ und natürlich Geschmackssache!

Fazit:

Da ich hier vom Plot und den Wirrungen im Vorfeld nicht zu viel verraten möchte, kann ich diesen Krimi nur jedem Freund der subtilen Spannung empfehlen, für den ein Krimi nicht gleichbedeutend mit viel Blut oder derben Psychospielchen ist.
Ich hatte jedenfalls eine gute Zeit auf Sylt und freue mich auf eine Fortsetzung!


Ein herzliches Dankeschön an Ulrike Busch für das Rezensionsexemplar und vor allem für die intensive Betreuung der Leserunde auf lovelybooks!

Kommentare:

  1. Hey Lesemaus im Schafspelz,

    wow, was für eine tolle aussagekräftige Rezi. Dieses Buch sollte ich mir merken. Fein hast du es hier und so bleibe ich sehr gern als Leserin.

    Liebe Grüße

    Nisnis:

    PS: Ich freue mich dass du Lienz bei mir gefunden hast :-))

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    1. Hallo Nisnis,

      herzlich Willkommen bei mir und Dankeschön für die Blumen!
      Ich freue mich auch total - und lustig, dass man immer wieder neue "alte Bekannte" wiederfindet, auf die eine oder andere Weise :-)

      Liebe Grüße,
      Agnes

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