Sonntag, 29. November 2015

1. Advent


Meine Lieben, gerade durfte ich noch einen Osterhasen mit euch teilen, schon sprinten wir dem Jahresende entgegen....

Früher habe ich meine Eltern und alle anderen "alten Leute" um mich herum belächelt, wenn sie gesagt haben, ich solle meine Kindheit genießen, denn je älter man wird, desto schneller verfliegt die Zeit...
Hm, tja... Sie hatten Recht.... Schon wieder...
Damit verrate ich euch sicher auch kein Geheimnis ;-)
Woran das liegt?
Keine Ahnung.
Vermutlich hat man mit fortschreitender Lebenserfahrung und der damit einhergehenden Zeit einfach immer mehr um die Ohren, mehr Verantwortung, mehr "Baustellen" im Leben.

Umso wichtiger ist es, sich ganz bewusst auch mal eine Auszeit zu nehmen.
Und ich finde, gerade die Adventszeit bietet sich geradezu dafür an,

Klar, man hat noch sooo schrecklich viel zu erledigen: Der Haushalt will vor Weihnachten noch einmal richtig auf Vordermann gebracht, Rezepte für Plätzchen herausgegraben werden und dann bleibt noch die Frage der Geschenke... Wer bekommt was? Wann und wo besorge ich es?

Naja, und trotzdem - oder gerade deswegen - hat man das Bedürfnis, auch mal zur Ruhe zu kommen.

Mir persönlich gelingt das meistens in einem Anflug von "Jetzt brauche ich unbedingt noch Plätzchen"-spontan-back-Aktion *gg*.
Spontan?
Ja, weil ich mir jedes Jahr vornehme, frpher damit zu beginnen, aber immer etwas dazwischen kommt. Am Ende reißt es mich aber doch und ich stelle mich einen Tag (meistens noch die Nacht dazu ^^) in die Küche und fabriziere leckere Naschereien...
Mal sehen, wie es dieses Jahr wird ;-).
Eigentlich möchte ich mich auf 2-3 Sorten beschränken, aber wir werden sehen...

So oder so:
Ich freue mich riesig darauf, über den einen oder anderen Weihnachtsmarkt zu flanieren, vielleicht das eine oder andere Tässchen Glühwein oder Feuerzangenbowle zu genießen, dazu ein paar Mandeln zu knabbern.
Abends wird dann wieder mit einem Buch und leckerem Tee auf der Couch gekuschelt und abgeschalten,

Worauf freut ihr euch am meisten?

Donnerstag, 26. November 2015

[Rezi] "Der Giftzeichner" (Jeffery Deaver)

Inhalt:

Als die Leiche einer jungen Frau aufgefunden wird, werden Lincoln Rhyme und Amelia Sachs zum Tatort gerufen. Dem Ermittlerteam zeigt sich ein schauriges Bild: Die Tote wurde tätowiert, jedoch hat der Mörder statt der Farbe ein Gift benutzt, mit dem er eine mysteriöse Botschaft auf der Haut der jungen Frau verewigt hat.
Schnell wird den erfahrenen Ermittlern klar, dass es sich um einen Serienkiller handeln muss – und es bleibt ihnen nicht viel Zeit, ihn zu stoppen…

Meine Eindrücke: 

Auch wenn es mein Jeffery Deaver-Debüt war und mir anfangs gar nicht bewusst war, dass es sich hier um eine Serie handelt, konnte ich mich sehr gut und schnell in die Story und die Ermittler einfinden. Es gibt hier und da Verweise auf zurückliegende Fälle (vielen wird vermutlich der mit Denzel Washington verfilmte „Knochenjäger“ ein Begriff sein), auf die ich nun neugierig geworden bin.

Der Autor versteht es hier, auch neue Leser bzw. Hörer „abzuholen“ und nicht im Regen stehen zu lassen. Die Ermittler sind ungewöhnlich und in ihrer Art vermutlich einzigartig (oder kennt ihr noch einen weiteren Ermittler, der im Rollstuhl sitzt? Ich jedenfalls nicht ;-) ).
Dabei hat er erstaunlich gut recherchiert und sich mit der Tattookunst auseinander gesetzt – für einen Fan des Körperschmucks wie mich ist das natürlich ein echtes Highlight! Die Gänsehaut ist garantiert, wenn man an seine eigene Haut denkt *schauder*…
Doch auch die Location war mir bislang neu: im Untergrund New Yorks agiert der Serienkiller, der es erstaunlich lange schafft, wie unsichtbar zu bleiben! Hier und da hat man eine Vermutung, muss diese aber schnell wieder verwerfen, da es immer wieder falsche Fährten gibt. Einfach toll!
Einzig das Ende kam für mich etwas plötzlich, so dass ich zunächst irritiert nach der nächsten CD gesucht hatte und feststellen musste, wie gemein der Cliffhanger hier gesetzt wurde! Eigentlich bin ich ein Freund desselben, doch so böse wird man selten im Regen stehen gelassen – was natürlich einen gewissen Faktor der Neugier mit sich bringt…

Da ich mir das Hörbuch angehört habe, möchte ich nicht versäumen, ein Hoch auf den Sprecher Dietmar Wunder auszusprechen, der der story mit seiner ruhigen und angenehmen Art noch das gewisse Extra verleiht! Es war mir eine Freude, ihm zuzuhören.

Fazit:

Hier kann ich nicht anders, als die vollen 5 Schäfchen zu vergeben!
Spannung, außergewöhnliche Ermittler, sehr gute Recherche und ein perfekt abgestimmter Sprecher!

Eine klare Lese- bzw. Hörempfehlung für jeden Thriller-Fan und alle, die es noch werden wollen! ;-)


Dienstag, 24. November 2015

Jekyll & Hyde

Hat die Lesemaus nun zwei Gesichter und steht dazu?!?

Mitnichten!

Ich war aber im Theater und möchte den Fluch der blogfreien Zeit mit einem Kurzbeitrag dazu brechen ;-)

Meine liebe Freundin, die Bloggerin Bianca, und ich haben vor ein paar Jahren eine kleine nette Idee ins Leben gerufen, die ich nicht mehr missen möchte:
Da unsere Geburtstage recht nah beieinander liegen und wir beide sehr gerne Musicals anschauen, hat es sich auch in diesem Jahr angeboten, das Würzburger Stadttheater zur Premiere von "Jekyll & Hyde" zu stürmen - die Vorstellung lag genau zwischen unseren Ehrentagen und dazu an einem arbeitsfreien Wochenende - passt also optimal!

Super Plätze! :-)
Eigentlich war angedacht, davor noch hübsch essen zu gehen, aber einem Ausfall meiner Person sei Dank haben wir es dieses Mal doch beim reinen Theater-Besuch belassen.

Wie es uns gefallen hat?
Nun, ich kann nur für mich reden, wenn ich sage:
Schaut es euch an!
Zwar hatte ich Kleinigkeiten zu bemängeln, aber das ist Kritik auf hohem Niveau.
Grandios fand ich den Darsteller des Jekyll/Hyde, der seine Rolle absolut authentisch rüberbringen konnte!
Das sehr lebendige Bühnenbild und überhaupt die Umsetzung hat mich auch überzeugt!
Dass mir manche Töne der Damen ein wenig zu schrill opernhaft waren und in meinen geräuschempfindlichen Ohren nicht ganz so gut taten, naja, dafür können die Damen nichts ;-)

Insgesamt ein wirklich gelungener Abend!
Ein besonderes DANKESCHÖN geht an Bianca, die wie immer permanent ihre Augen und Ohren offen hält, da ich in meiner Provinz nichts mitbekomme vom kulturellen Leben meiner Lieblingsstadt ;-)