Donnerstag, 26. November 2015

[Rezi] "Der Giftzeichner" (Jeffery Deaver)

Inhalt:

Als die Leiche einer jungen Frau aufgefunden wird, werden Lincoln Rhyme und Amelia Sachs zum Tatort gerufen. Dem Ermittlerteam zeigt sich ein schauriges Bild: Die Tote wurde tätowiert, jedoch hat der Mörder statt der Farbe ein Gift benutzt, mit dem er eine mysteriöse Botschaft auf der Haut der jungen Frau verewigt hat.
Schnell wird den erfahrenen Ermittlern klar, dass es sich um einen Serienkiller handeln muss – und es bleibt ihnen nicht viel Zeit, ihn zu stoppen…

Meine Eindrücke: 

Auch wenn es mein Jeffery Deaver-Debüt war und mir anfangs gar nicht bewusst war, dass es sich hier um eine Serie handelt, konnte ich mich sehr gut und schnell in die Story und die Ermittler einfinden. Es gibt hier und da Verweise auf zurückliegende Fälle (vielen wird vermutlich der mit Denzel Washington verfilmte „Knochenjäger“ ein Begriff sein), auf die ich nun neugierig geworden bin.

Der Autor versteht es hier, auch neue Leser bzw. Hörer „abzuholen“ und nicht im Regen stehen zu lassen. Die Ermittler sind ungewöhnlich und in ihrer Art vermutlich einzigartig (oder kennt ihr noch einen weiteren Ermittler, der im Rollstuhl sitzt? Ich jedenfalls nicht ;-) ).
Dabei hat er erstaunlich gut recherchiert und sich mit der Tattookunst auseinander gesetzt – für einen Fan des Körperschmucks wie mich ist das natürlich ein echtes Highlight! Die Gänsehaut ist garantiert, wenn man an seine eigene Haut denkt *schauder*…
Doch auch die Location war mir bislang neu: im Untergrund New Yorks agiert der Serienkiller, der es erstaunlich lange schafft, wie unsichtbar zu bleiben! Hier und da hat man eine Vermutung, muss diese aber schnell wieder verwerfen, da es immer wieder falsche Fährten gibt. Einfach toll!
Einzig das Ende kam für mich etwas plötzlich, so dass ich zunächst irritiert nach der nächsten CD gesucht hatte und feststellen musste, wie gemein der Cliffhanger hier gesetzt wurde! Eigentlich bin ich ein Freund desselben, doch so böse wird man selten im Regen stehen gelassen – was natürlich einen gewissen Faktor der Neugier mit sich bringt…

Da ich mir das Hörbuch angehört habe, möchte ich nicht versäumen, ein Hoch auf den Sprecher Dietmar Wunder auszusprechen, der der story mit seiner ruhigen und angenehmen Art noch das gewisse Extra verleiht! Es war mir eine Freude, ihm zuzuhören.

Fazit:

Hier kann ich nicht anders, als die vollen 5 Schäfchen zu vergeben!
Spannung, außergewöhnliche Ermittler, sehr gute Recherche und ein perfekt abgestimmter Sprecher!

Eine klare Lese- bzw. Hörempfehlung für jeden Thriller-Fan und alle, die es noch werden wollen! ;-)


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