Samstag, 6. Juni 2015

Rezension zu "Schwiegermutter all'arrabbiata" (Brigitte Jacobi)

erschienen am 08.05.2015
Ullstein
Broschiert, 272 Seiten
14,99 EUR
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Inhalt:

Die Enddreißigerin Henrike betreibt eine kleine Marzipanmanufaktur in Lübeck – sehr zum Unmut ihres Vaters, der „mehr“ für sie wollte. Es läuft eher schlecht als recht und als dann auch noch die Pacht erhöht werden soll, ist das für Henrike ein Schlag ins Gesicht. Doch damit nicht genug: Von ihrem Freund Dario, der zum wiederholten Mal allein in seine kalabrische Heimat gereist ist, erhält sie eine mysteriöse SMS, er sei entführt worden und brauche ihre Hilfe! Schockiert macht sie sich auf den langen Weg nach Kalabrien – und nimmt ausgerechnet ihren Vater mit auf die Reise! Das Abenteuer beginnt…

Meine Eindrücke:

Das lustige Cover im Comic-Stil deutet auf einen leichten Sommerroman hin.
Der Klappentext hingegen verrät, dass es in Brigitte Jacobis Roman nicht nur lustig zugehen wird, sondern auch das kriminalistische Gespür verlangt wird.

Von der Leseprobe absolut überzeugt – witzig war sie und spritzig-frech –, freute ich mich auf diesen Roman. Anfangs konnte ich beim Lesen auch herrlich abschalten und die Kapitel, die übrigens eine angenehme Länge haben, genießen.
Doch schnell wurde klar: Es steht hier zumindest für eine lange Zeit das etwas schwierige Verhältnis zwischen Henrike und ihrem Vater im Vordergrund.
Die Reise in den Süden des Stiefels hat mir insgesamt doch zugesagt, auch wenn ich sie für insgesamt für zu lang für den Gesamtkontext erachte.
Kaum bei Darios Familie angekommen gehen die Irrungen und Wirrungen weiter.
Die Personen dort haben mich leider nicht so überzeugt wie Henrike es (anfangs) getan hatte. Schade drum.
Wir erfahren von einer Familienfehde und die arme Henrike mittendrin.
Mamma Lucias Rolle als Familienoberhaupt wird schnell klar, doch wirklich überzeugen konnte sie mich leider nicht.
Zwischendurch gab es einige Längen zu überbrücken, wohingegen ich auf den letzten Seiten des Romans ein wenig den Eindruck hatte, die Autorin wollte ihn nun „mit aller Gewalt“ dem Ende entgegenbringen. Hier haben sich die Ereignisse derart überschlagen und wurden kurz gefasst, dass ich ein wenig enttäuscht zurückblieb.

Fazit:

Insgesamt ist es ein solider Sommerroman, bei dem der Inhalt ein wenig anders ist als erwartet.

Für mich ist er in die Kategorie „Kann man lesen, muss man aber nicht unbedingt“ einzuordnen, da ich aus dem Genre durchaus schon andere genießen durfte, die mich persönlich mehr überzeugt haben – aber das ist natürlich immer ein subjektiver Eindruck und damit Geschmackssache ;-)
Mein Dank geht an vorablesen für das Rezensionsexemplar!

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