Donnerstag, 7. Mai 2015

Rezension zu "Gekommen um zu gehen" (Lana N. May)

erschienen am 17.03.2015
amazon publishing
Taschenbuch 375 Seiten
9,99 EUR
ISBN: 9781503944503
Inhalt: 

Nach dem Tod ihrer Großmutter hält Johanna nichts mehr in ihrem Heimatdorf und sie geht zu ihrem Bruder Martin nach Wien. Dort beginnt sie, sich Stück für Stück ein neues Leben aufzubauen: sie findet einen neuen Job, der ihr Freude bereitet, findet in ihrem Kollegen Paolo einen guten Freund und lernt einen interessanten Mann kennen: Thomas. Doch er muss beruflich nach New York – was wir aus ihrer noch jungen Beziehung?

Meine Eindrücke:

Lana N. May teilt ihren Debütromen in zwei Teile auf:
Im ersten Teil lernt der Leser die beiden Hauptfiguren zunächst unabhängig voneinander kennen. Thomas ist zwar gebunden, aber ist er auch glücklich mit seinem Model Clarissa? Immer deutlicher wird, wer wirklich die richtige Frau an seiner Seite ist.
Er ist derjenige, der maßgeblich hilft, Johanna aus ihrem Loch der Trauer herauszuholen.
Auch sie wirkt sehr sympathisch, man leider richtig mit ihr mit, freut sich über die neuen Bekanntschaften und ist richtig gut gelaunt, wie sie nach und nach aufblüht.
Nach einem teils leider etwas langatmigen ersten Teil endet dieser mit einem Knall – und macht direkt neugierig auf den zweiten. Dort steht die eigentliche Liebesgeschichte von Johanna und Thomas im Vordergrund, die vor allem von der Kommunikation der beiden via Email und Telefonaten lebt – immerhin haben sie den „großen Teich“ zwischen sich. Doch irgendwie hat man aufgrund des Klappentextes („Doch  meint es das Schicksal gut mit den beiden?“) immer die Vorahnung, dass da noch etwas kommt…

Die sprachliche Gestaltung gefällt mir sehr gut, May spielt mit Bildern, zieht den Leser voll und ganz mit.
Auch sind es kleine Details, die ich einfach zum Träumen finde: die Art und Weise der Emails zwischen Johanna und Thomas, „die Liste“ (ich will nicht zu viel verraten…) und andere Details, die mir beim Lesen positiv auffielen.
Die machen auch kleine Fehler (das/dass, in/ihn) wieder wett, auch wenn diese für den perfekten Eindruck noch ausgebessert werden sollten.
Die Kapitel sind kurz gehalten. Hierbei stehen die Protagonisten abwechselnd im Vordergrund.
Übrigens sind auch die vermeintlichen Nebenfiguren sehr authentisch beschrieben, sehr gut!

Das Cover ist ansprechend gestaltet und lässt den Leser gleich wissen, dass es sich um einen Liebesroman handelt. Die Zugvögel in Herzform sind toll gelungen, die beiden Vögelchen außerhalb der Formation könnten für die Protagonisten stehen, wer weiß? Die Farben sind eher unauffällig, doch einfach passend gewählt.

Fazit:

Insgesamt kann ich diesen wunderschönen Roman mit Liebe zum Detail jedem ans Herz legen, der es ein wenig kitschig und doch ziemlich untypisch mag!


Kommentare:

  1. Hallo Agnes,

    vielen Dank für`s Vorziehen der Rezension! :-) Das hört sich sehr vielversprechend an. Sind denn diese beiden Teile ungefähr Hälfte/Hälfte oder ist der erste Teil, wo man die Protas kennen lernt etwas kürzer?

    LG Desiree

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  2. Hallo Desire,

    die Teile sind etwa gleich lang, wobei im ersten nicht nur die Protagonisten vorgestellt werden, sondern es auch eine Art Vorgeschichte gibt. Der Umfang ist entsprechend angemessen, auch wenn ich ungeduldig auf ihr Zusammenkommen hingefiebert habe ;-)
    Vielleicht hilft dir das bei deiner Entscheidung?

    Liebe Grüße,
    Agnes

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  3. Hallo Desire,

    die Teile sind etwa gleich lang, wobei im ersten nicht nur die Protagonisten vorgestellt werden, sondern es auch eine Art Vorgeschichte gibt. Der Umfang ist entsprechend angemessen, auch wenn ich ungeduldig auf ihr Zusammenkommen hingefiebert habe ;-)
    Vielleicht hilft dir das bei deiner Entscheidung?

    Liebe Grüße,
    Agnes

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