Samstag, 11. April 2015

Rezension zu "Abgewiesen" (Melisa Schwermer)

Inhalt:
zur Verfügung gestellt von Melisa Schwermer
(Fotograf: Heiko Warnke)

Zwischen Ole und Katinka kriselt es, doch sie möchte die sieben Jahre Beziehung nicht einfach wegwerfen, so dass sie mit ihm zum Jahrestag nach Dänemark fährt, um sich über ihre gemeinsame Zukunft klar werden zu können. Während Katinka heimlich ein Treffen mit ihrer Bekannten Judith zu einem Konzert arrangiert, freut sich Ole auf die lange geplante Familienzusammenführung, denn er hat seinen Bruder schon viele Jahre nicht mehr gesehen. Doch der Urlaub birgt für die beiden mehr und mehr Überraschungen…

Meine Eindrücke:

Als Melisa mich angesprochen hat, ob ich ihren neuesten Thriller vorablesen möchte, war ich als eingefleischter Fan natürlich sofort Feuer und Flamme – da fiel es mir schwer, mich zu gedulden…
Endlich war er da, der neue Thriller: „Abgewiesen“ lautet der Titel, der schon nichts viel Gutes ahnen lässt. Wer Melisas Schreibe kennt, weiß, was ich meine… Oft schleicht sich das Grauen heimtückisch von hinten an und packt den Leser dann mit voller Wucht – so auch hier!
Hm, wo fange ich an?
Zunächst einmal die Charaktere: die sind – in bester Melisa-Manier – perfekt beschrieben und geheimnisvoll zugleich. In Katinka konnte ich mich vom Anfang bis zum Ende erschreckend gut hineinversetzen. Auch Ole stellt sie perfekt dar, man sieht ihn direkt vor dem geistigen Auge, auch wenn (wie mir erst jetzt auffällt!) gar nicht explizit auf sein Äußeres eingegangen wird.
Die vermeintlichen Nebendarsteller, die ihren Namen in der Form nicht verdient haben, sind ebenso lebendig durch ihre Authentizität.
Die Story ist ganz typisch Melisa und doch wieder überhaupt nicht *lach*.
Wir haben mehrere Erzählstränge, die im Laufe der Seiten den Weg zueinander finden. Hier und da bekommt der Leser ein Häppchen hingeworfen, nur um wenig später seine Theorien zu widerwerfen. Mir zumindest ging es beim Lesen so, dass ich oftmals hin- und hergegrübelt habe und unsicher war ob des Rätsels Lösung.
Dabei bleiben natürlich die klassischen Schockmomente nicht aus, mehr als einmal kroch beim Lesen eine Gänsehaut über den Rücken, mehr als einmal las ich ungläubigen Blickes, was da eigentlich geschrieben steht ob der beschriebenen Grausamkeiten.
Und nun wird es schwierig, vom Plot nicht zu viel zu verraten, muss ich gestehen.
Aber es darf sicher verraten werden, dass die Vergangenheit eine nicht unerhebliche Rolle spielt und  ich am Ende doch überrascht war – herzlichen Glückwunsch!
Das Cover überzeugt in seiner düsteren Art absolut, es wirkt beklemmend, wie es die folgenden Seiten mitunter sein werden. Man kann vielleicht in Ansätzen erahnen, welches Grauen einen erwartet…

Fazit:

So, und wie bewerte ich das Ganze nun?
Hat es mich unterhalten? – Definitiv!
Habe ich es gerne gelesen? – Absolut!
Kann ich es weiterempfehlen? – Ja, natürlich! An dieser Stelle sollte jedoch erwähnt werden, dass zarte Gemüter es vorsichtig angehen lassen sollten, da Melisa nicht gerade zimperlich mit ihrem Leser umgeht ;-).
Finde ich Dinge, die mir nicht gefallen? – Ähm…. *grübel*…. Nö?... Eigentlich nicht wirklich…
Kann es dann etwas anderes als 5 Jubelschafe geben? – Ja…
Nee, kleiner Scherz! :-)
Natürlich nicht!
Es ist anders, ganz anders als die „Injektion“ und die „Rache“, steht ihnen jedoch in keinster Weise nach!
Hut ab, liebe Melisa, einmal mehr, Hut ab!

Das Schaudern geht weiter…. :-) 


Ein herzliches DANKESCHÖN an Melisa Schwermer für ihr Vertrauen, mich ihr neuestes Werk wieder vorablesen zu lassen! :-) Es war mir ein Vergnügen!

Kommentare:

  1. Die Rezension macht Lust auf mehr. Weisst du ab wann das Buch im Handel zu haben ist?
    Gruß
    Peter

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    1. Hallo Peter,
      fürs Kindle ist es seit heute taufrisch erhältlich, wer die Printvariante bevorzugt, muss sich ein paar Tage gedulden.
      Ich halte dich gerne auf dem Laufenden :-)
      Es lohnt sich auf jeden Fall!
      Schöne Grüße,
      Agnes

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