Samstag, 7. März 2015

Rezension zu "Als das Leben überraschend zu Besuch kam" (Caroline Vermalle)

Inhalt:

Mit 73 Jahren packt Jaqueline ihre Koffer und verlässt ihren Mann. Sie geht zu ihrer Cousine, zu der sie seit vielen Jahrzehnten keinen Kontakt mehr gepflegt hat.  Doch auch Marcel, der Verlassene, sitzt nicht untätig daheim herum, sondern beschließt, seinen Traum zu verwirklichen und die Loire schwimmend zu bezwingen…

Meine Eindrücke:

Der Klappentext hatte es mir angetan: Ein Neuanfang in hohen Alter? – Respekt! Wenn der Leser dabei auch noch Familiengeheimnissen auf die Spur kommen kann, ist meine Neugier geweckt!
Es begann auch vielversprechend, doch bald schon hat mich die Erzählweise mehr verwirrt als unterhalten. So werden immer wieder Passagen eingeflochten, die aus der Sicht eines im Garten umherschwirrenden Schmetterlings erzählt werden.
Ich sollte dazu sagen, dass ich das Buch nicht gelesen, sondern als Hörbuch angehört hatte, was vielleicht gerade hier nicht die beste Idee war.
Auch wenn der Sprecher Tobias Dutschke viel in die Geschichte hineingelegt hat, so war ich schnell genervt von der Erzählperspektive des Schmetterlings und fragte mich immer mehr „Was soll das eigentlich?“.
Doch ich wollte durchhalten und herausfinden, wie es enden würde.
Allerdings war es leider tatsächlich mehr Qual als Vergnügen und ich stehe auch am Ende der Geschichte eher ratlos da und bin nicht sicher, was ich mit dem Buch anfangen soll.

Die Idee zu einem Neuanfang im hohen Alter finde ich super, aber die Umsetzung war leider überhaupt nicht meins, zumal mir nicht ganz klar ist, wie es denn nun wirklich für die Beteiligten ausging. Vielleicht ging das in meiner entnervten Stimmung nur unter?
Möglicherweise hätte ich mehr damit anfangen können, wenn ich es gelesen hätte.
Vielleicht hätte ich dann den seltsamen Bruchstücken aus Schmetterlingssicht besser folgen oder sie besser zuordnen können.
Aber so hinterlässt mich ein vielleicht ganz tolles Buch mit vielen Fragezeichen.

Fazit:

Zusammenfassend muss ich sagen, dass es – nicht überraschend – für mich leider nicht das Richtige war, aber ich denke, dass andere Leser bestimmt ihre Freude daran haben können.

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